{"id":293,"date":"2022-02-28T14:51:44","date_gmt":"2022-02-28T14:51:44","guid":{"rendered":"https:\/\/niedtalexpress.de\/?page_id=293"},"modified":"2022-08-09T15:15:53","modified_gmt":"2022-08-09T15:15:53","slug":"sicherungstechnik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/niedtalexpress.de\/?page_id=293","title":{"rendered":"Sicherungstechnik"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Strecke wurde mit der bei ihrem Bau typischen Sicherungstechnik versehen. Dazu geh\u00f6rten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/L%C3%A4utewerk_(Eisenbahn)\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/L%C3%A4utewerk_(Eisenbahn)\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">L\u00e4utwerke<\/a> an den Bahnw\u00e4rterh\u00e4usern, an den Bahnh\u00f6fen sowie den Tunnelportalen und Bahn\u00fcberg\u00e4ngen. Ann\u00e4hernde Z\u00fcge wurden durch L\u00e4utesignale angezeigt, d.h. anhand der Anzahl der Glockenschl\u00e4ge war f\u00fcr Gleisarbeiter, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Streckenw%C3%A4rter\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Streckenw%C3%A4rter\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Streckenl\u00e4ufer und Schrankenw\u00e4rter<\/a> erkennbar, aus welcher Richtung sich ein Zug n\u00e4herte. Diese Einrichtungen wurden auf deutscher Seite nach der Etablierung anderer Zugsicherungstechniken rasch abgebaut und waren \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum nur auf der franz\u00f6sischen Seite zwischen Guerstling und Bouzonville vorzufinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Zugmeldevorrichtung war zun\u00e4chst der Telegraf vorhanden, \u00fcber den mittels Morsezeichen die Z\u00fcge zwischen den Zugmeldestellen angeboten und angenommen werden konnten. Sp\u00e4ter kamen Fernsprecheinrichtungen hinzu, die nach Einf\u00fchrung der Magnetbandaufzeichnung die Telegrafenverbindungen abl\u00f6sten.<\/p>\n\n\n\n<p>Soweit die Weichen nicht ortsbedient wurden, erfolgte das Einstellen der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fahrstra%C3%9Fe\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fahrstra%C3%9Fe\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fahrstra\u00dfen<\/a> auf den Stellwerken mittels mechanischer Einrichtungen. Das bedeutet, dass die Weichen mittels Hebel \u00fcber Seilz\u00fcge in die richtige Lage bewegt und die Signale mit dem Signalhebel in die richtige Stellung gebracht wurden. Dass eine Fahrstra\u00dfe korrekt eingestellt war, wurde mittels des Fahrstra\u00dfenhebels mechanisch \u00fcberpr\u00fcft. Eine Zugfahrt konnte erst zugelassen werden, wenn der Fahrstra\u00dfenhebel in die korrekte Position gebracht werden konnte, was erst m\u00f6glich war, wenn alle Weichen in eine der Verschlusstafel entsprechende Lage gebracht worden waren. Dies bedeutet, dass der betreffende Signalhebel erst dann in Fahrtstellung gebracht werden konnte, wenn die Fahrstra\u00dfe richtig eingestellt worden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Fortschreiten der Technik hielt auch der elektrische <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Streckenblock\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Streckenblock\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Streckenblock<\/a> Einzug. Damit konnte eine Zugfahrt zur vorausliegenden <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zugmeldebetrieb\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zugmeldebetrieb\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zugmeldestelle<\/a> \u2013 in der Regel dem n\u00e4chsten Bahnhof \u2013 vorgebockt werden. Die Signale, die durch das Personal dieser Zugmeldestelle zu bedienen sind, wurden dadurch blockelektrisch verriegelt. Die Verriegelung bewirkte, dass die Signale der betreffenden Zugmeldestelle in der Richtung der zugelassenen Zugfahrt nicht in Fahrtstellung gebracht werden konnten. Mittels der Verriegelung war also ausgeschlossen, dass zwei Z\u00fcge in entgegengesetzter Richtung in denselben Streckenabschnitt durch zwei verschiedene Zugmeldestellen auf Signal eingelassen werden konnten. <\/p>\n\n\n\n<p>Ferner war aufgrund der blockelektrischen Verriegelung nach dem Zur\u00fcckfallen des Ausfahrtsignals in die Halt-Stellung ausgeschlossen, dass auf Signal ein weiterer Zug in den besetzten Streckenabschnitt eingelassen werden konnte. Die Verriegelung konnte nur durch das Zur\u00fcckblocken der Zugfahrt durch die n\u00e4chste Zugmeldestelle aufgehoben werden. Mit dem Zur\u00fcckblocken best\u00e4tigte diese Zugmeldestelle, dass der Zug mit dem Zugschluss den Blockabschnitt verlassen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Zukunftsfest w\u00fcrde die als \u00fcberholt geltende Sicherungstechnik auf der Niedtalbahn, w\u00fcrde das elektro-mechanische Stellwerk in Hemmersdorf (Saar) durch eine Einbindung der Strecke in das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elektronisches_Stellwerk\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">elektronische Stellwerk (ESTW)<\/a> Dillingen (Saar) \u00fcberfl\u00fcssig. Entsprechende Pl\u00e4ne dazu soll es geben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Strecke wurde mit der bei ihrem Bau typischen Sicherungstechnik versehen. Dazu geh\u00f6rten L\u00e4utwerke an den Bahnw\u00e4rterh\u00e4usern, an den Bahnh\u00f6fen sowie den Tunnelportalen und Bahn\u00fcberg\u00e4ngen. 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